Im Verfahren gegen 88 mutmaßliche Menschenschmuggler hat das Kriminalgericht gestern drei Zeugen der Anklage gehört.
Um eine Konfrontation im Gerichtssaal zu vermeiden, konnten die Zeugen aus Myanmar in einem separaten Raum befragt werden. Per Video wurden die Aussagen in den Gerichtssaal übertragen. Die Vernehmungen sollen heute fortgesetzt werden.
Medienvertreter durften der Verhandlung nicht beiwohnen. In dem Prozess geht es um Menschenschmuggel von Rohingya im Süden des Landes. Unter den Verdächtigen sind Staatsbeamte und Zivilisten, aber auch Polizei-Generalleutnant Manas Kongpaen und mit Patchuban Angchotiphand, alias „Ko Tong“, ehemals Bürgermeister von Satun, einer der einflussreichsten Männer des Südens.

Gerichte hatten 153 Haftbefehle ausgestellt, mehr als 100 Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft. Der Prozess wird im Januar fortgesetzt.
